Schulprogramm

Sinn, Entstehung, Ziel

Das Schulprogramm, in dem es um die Verbindung von Bildung und Erziehung geht, ist ein Gesamtkonzept für eine bestimmte Schule, d.h. für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Partner des Schullebens. Nach innen nennt es verbindliche Rahmenbedingungen, nach außen informiert es über die Zielvorstellungen, die „Philosophie“, den Stil der Schule. Im Schulprogramm verständigt sich eine Schule in eigener Verantwortung aus pädagogischen, fachlichen und übergreifenden Fragestellungen heraus in kooperativer Planung der Mitwirkungsgremien über inhaltliche und organisatorische Grundsätze ihrer Arbeit und beschreibt auch offene Gestaltungsspielräume, schulformspezifische Aufgabenstellungen und Themenschwerpunkte. Ein entscheidender Aspekt ist die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten, die Übereinstimmung in grundsätzlichen Erziehungsfragen, denn davon ist die Qualität einer Schule in hohem Maße abhängig.

Unser Schulprogramm liegt seit dem Jahre 2000 vor. Das Ratsgymnasium, das in jenem  Jahr seinen 100. Geburtstag feierte, ist keine Institution, die bei Null anfangen und lange überlegen musste, was sie will und kann. Wir konnten vom Bestehenden ausgehen, von dem schon vorhandenen „Schulprofil“. Aber das war nur die Basis für unsere Aufgabe der Konzeptentwicklung. In vielen Sitzungen haben damals Lehrer, Eltern, Schüler und Schulleitung des Ratsgymnasiums gemeinsam dieses Programm erarbeitet, diskutiert, verfeinert und zu einem vorläufigen Abschluss gebracht. Diese Zusammenkünfte – mit reihum wechselndem Vorsitz! - waren charakterisiert von harmonischer Zusammenarbeit, von sachlichen Auseinandersetzungen, von Pro und Contra, von neuen Ideenentwürfen (die nicht immer realisiert werden konnten), auch von Selbstkritik und Evaluation bzw. Bewertung, z.B. mit Hilfe einer großen Fragebogenaktion. Zwei pädagogische Tage hatte das Lehrerkollegium im Laufe der Arbeit durchgeführt, mit den Themen „Evaluation“ (1997) und „Lernen des Lernens“ (2000).

Die Koordinierungsgruppe hatte das Schulprogramm weitergeleitet; verabschiedet wurde es im November 2000 durch die Mitwirkungsgremien, zum Schluss durch die Schulkonferenz. Das Schulprogramm stand kurz danach in gedruckter Form allen Interessenten zur Verfügung. Die Qualität des Programms wurde durch die Bezirksregierung Münster im Jahre 2001 bestätigt.

In den vergangenen Jahren ruhte die Arbeit am Schulprogramm nicht. Die Schule befand sich in ständiger Entwicklung, mehrere Innovationen wurden durchgeführt. Die Koordinie-rungsgruppe hat sich – in teilweise neuer Besetzung – wieder zusammengesetzt, um in mehreren Sitzungen das bisherige Programm zu überprüfen, zu überarbeiten, zu ergänzen und zu aktualisieren. Eine neue Fassung, die laut Erlass zum 31. Dezember 2005 der Bezirksregierung vorgelegt werden muss, wurde von allen Gremien, zuletzt von der Schulkonferenz (Sitzung am 13. Dezember 2005) gebilligt und verabschiedet. Im Jahr 2010 erfolgte erneut eine Aktualisierung.

Wir sind sicher, dass das Schulprogramm weiterhin ein überzeugendes und tragfähiges Konzept für die Bildungs- und Erziehungsarbeit am Ratsgymnasium darstellt – in unserem „Haus des Lernens“. Das Schulprogramm ist allerdings nicht als Zustand, sondern als dynamischer Prozess zu verstehen. Insofern geht die Arbeit weiter, und das Programm unterliegt ständigem Wandel.