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Segelkurs 2007




Am Sonntag, den 26. August machten sich 31 SchülerInnen, begeistert trotz der frühmorgendlichen Uhrzeit, auf zum 31. Segelkurs an den Dümmer. Nach gut 4 Stunden Zugfahrt, die uns HW zusätzlich mit Motivationstraining und Einwärmübungen versüßte (Treppe hoch, Treppe runter, Treppe hoch...), wurden wir ins Jugendgästehaus nach Dümmer-Lohhausen gebracht.
Die erste Überraschung war ?Fritti?, ein mit Rapsöl betriebenes Wohnmobil, das - gemäß seinem Namen - überall einen Geruch von Frittenbude hinterließ. Fritti sollte für diese Woche eines unserer Taxen sein.
Endlich angekommen konnten wir nur kurz unser Gepäck in den Wintergarten bringen und schon ging es mit Fritti und den Lehren los zur Segelschule Godewind, an der wir in den nächsten acht Tagen sehr viel Zeit verbringen sollten mit Essen (Was glaubt Ihr denn?!).
Am Steg angekommen machten uns Herr Breder und Herr Schmidt mit den notwendigsten Handgriffen an Bord vertraut (man stelle sich 31 ratlose Gesichter vor) und dann hieß es wie so oft noch in den kommenden Tagen: Segel rauf, Segel runter, Segel rauf ? . Man merkte hierbei jedoch sofort, dass man auf dem Boot schnell reagieren muss und nur im Team eine gelungene Fahrt zustande bringen kann. Zum Glück verstanden wir uns großartig, sodass es beim Teamgeist keine Probleme gab. Gut, jeder wollte so lange wie möglich vorne an der Fog in der Sonne sitzen, aber sonst ?.
Schon am Dienstag gab es für uns viel zu früh die erste Prüfung: Motorboot fahren auf dem Mittellandkanal, was sich als etwas eigenwillig herausstellte, denn 31 Schüler 11 Stunden an einem Kanalslip , der weder eine sanitäre Anlage, noch eine Imbissbude oder anderweitige Abwechslung bietet, das ist schon ein Abenteuer. Aber nach einem Abstecher in die örtliche Apotheke und mit genügend Bananen im Gepäck hielten wir auch das aus. Um dennoch die Ordnung zu wahren, griff Herr Breder mit wichtigen Maßnahmen ein: Mädels links in die Büsche, Jungs rechts! Das nennen wir mal Organisation. .
Gegen Abend, als wir alle einmal gefahren waren kam die Prüfung: Noch einmal durften wir alle, mit einem sehr, sehr großzügigen Prüfer über den Kanal fahren, einen Mann über Bord werfen und retten und wieder anlegen. Obwohl der eine oder die andere einige Problem hatte, haben wir es alle geschafft. Die Lehrer waren danach so erschöpft, dass zu unserem großen Bedauern die Theoriestunde ausfiel.
An den folgenden Tagen ging es für uns wieder an den See und dort vor allem in die Boote. Obwohl es dem einen oder anderen schon aus dem Hals kam, immer wieder an- und abzulegen (?da muss ein rohes Ei zwischen passen?) oder die Boje in allen erdenklichen Varianten aufzunehmen, kann man doch nicht bestreiten dass das was Herr Breder immer zu sagen pflegte zutraf (?man lernt Segeln auf dem Wasser und nicht sonst wo?). Und schon bald bildeten sich die ?Super-Segler? heraus, welchen selbst 60° Krängung noch zu wenig war. Petrus sei Dank, hatten wir fast die gesamte Zeit Sonnenschein und nur ein wenig Regen. Abgesehen von einer kleinen Sturmböe vielleicht, die (fast) allen eine kleine Panikattacke bescherte. Wem das nicht reichte, der fiel einfach mal in den See, nicht wahr Isa? Die letzen beiden Tage vor der finalen Prüfung wurden wir alle ungeduldig und übten bis zum bitteren Ende die Manöver, die es am Sonntag vorzuführen galt. Auch die Theoriestunden wurden fleißig genutzt um sich von den Lehrern noch einmal die Knoten zeigen zu lassen. Die Abende, sonst immer im Billiardzimmer oder im Anker (Dorfkneipe) verbracht, gestalteten sich für die meisten ab Freitag nur noch mit Lernen im Wintergarten oder dem Abfragen von Freunden, jedoch nicht für alle. Ein paar ganz Wilde fingen auch erst kurz vor der Prüfung an zu üben, getreu dem Motto ?No risk, no fun!?. Mensch Leute, hättet ihr es mal wie der Fabian gemacht, der hat sich beim Üben die Zähne ausgebissen.
Als dann der große Tag gekommen war, lief die Nervosität auf ihren Höhepunkt zu und alle fragten sich ob sie es schaffen würden. Nach der theoretischen Prüfung kam dann die praktische, welche sich Wetter und Prüfer sei Dank als nicht so schwer gestaltete. Und wurden doch einmal Fehler gemacht, schauten die Prüfer zufälligerweise gerade nicht hin, da sie in ein sehr angeregtes Gespräch mit Herrn Breder vertieft waren. An dieser Stelle möchten wir Herrn Breder danken. Es gab ein großes Aufatmen als wir hörten, dass wir es fast alle geschafft hatten. Daran konnte man sehen wozu es gut war, die Fragen und Knoten zu lernen. Denn so ein richtig amtlicher Sportbootführerschein-Binnen macht einen schon stolz.
Und so verließen wir den Dümmer nach gut einer Woche auch mit einem weinenden und einem lachenden Auge: War man auf der einen Seite froh, nach Hause zu kommen, vermisste man aber schon auf der Rückfahrt das Zusammensein, den Teamgeist und nicht zuletzt den Dümmer. In diesem Sinne ?

Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Skipper was verkehrt!

Ann-Christin Grüter, Sascha Schlichtinger (Jgst. 11)

Vielen Dank an ?.

die Lehrer, die sich trotz ziemlich dummer und nervtötender Fehler von uns nie ganz aus der Ruhe bringen ließen ? (Frau Kicker, Frau Persch, Herr Tenhumberg, Herr Breder und Herr Schmidt) ? und die uns eine super Segelausbildung gaben
an unseren geliebten Fritti, der uns in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen ist
Herrn Breder für :? Reise, Reise aufstehn, nach alter Seemannsweise, der erste stößt den zweiten an, der letzte stößt sich selber an. Lüft auf das Gat, schwing hoch das Bein, ein jeder will der erste sein. Matrose mach die Socken klar, der Bäcker von der Bö ist da.?
und
?.. last but not least, den Teilnehmern des gesamten Segelkurses, es hat uns sehr, sehr viel Spaß gemacht!