Interview mit Herrn Pocha
Hans-Christoph Pocha ist unser neuer Lehrer. Er unterrichtet an unserer Schule nur Englisch, er hat aber auch Russisch studiert. Herr Pocha ist an unsere Schule vom Heisenberg-Gymnasium gekommen. Er hat hier die Aufgabe bekommen, den Schulleiter zu vertreten. (Herr Lauffs braucht schließlich auch eine Verstärkung)
Unser neuer Lehrer wohnt in Kirchellen, ist verheiratet, hat drei Kinder und ein Kaninchen.
RATSIA: Herr Pocha, wie sie ja bekanntlich wissen, ist vor kurzer Zeit ein großer Staatsmann Tommy Remengesau* als Präsident gewählt worden. Welche negative Auswirkung auf die deutsche Außenpolitik befürchten Sie und warum?
Pocha: Äh, hm, äh, ...
RATSIA: Ups! Entschuldigung... das war der falsche Fragebogen. Ah, hier ist der richtige Zettel. (Pocha erleichtert) So. Zum Anfang erst Mal, wie lange sind Sie schon am Ratsgymnasium?
Pocha: Seit August. Seit Anfang des Schuljahres.
RATSIA: Wie gefällt Ihnen unsere Schule?
Pocha: Es gefällt mir sehr gut hier und ich fand es doch überraschend und erfreulich einfach, mich hier einzufinden. Die Kolleginnen und Kollegen, zu denen ich schon den ersten Kontakt in den Ferien hatte, waren sehr nett zu mir, haben mich mit offenen Armen empfangen. Die Schüler, das kann ich auch sagen, nicht nur die, die ich unterrichte, sondern die, denen ich begegne sind auch sehr freundlich. In meinen Klassen sowieso und auch im Vertretungsunterricht, da komme ich ja ein bisschen in der Schule herum und habe einen sehr positiven Eindruck.
RATSIA: Gibt es denn etwas an diesem Gymnasium, was sie trotzdem gerne verändern würden. Oder etwas, was Ihnen gar nicht gefällt?
Pocha: Ich bin ein Mensch, der immer nach Verbesserungsmöglichkeiten sucht und selbst wenn es gut läuft, meine ich, dass man es besser machen kann. Da ist schon eine Menge da, wo ich glaube: Ja, da möchte ich gerne was machen. Ich habe hier jetzt schon in der Öffentlichkeitsarbeit etwas anderes gemacht. Das ?rats reflex?, die Information an die Eltern sieht jetzt anders aus als bisher. Ich hoffe, das ist als Verbesserung wahrgenommen worden und in diese Richtung will ich weiterarbeiten. Da wird es noch einiges geben, wo ich an der Weiterentwicklung mitwirken möchte.. Ich werde allerdings auch noch mehr kennen lernen. Und auch Schüler sagen manchmal, was sie gerne machen würden und äußern ihre Wünsche. Insgesamt bin ich der Meinung: Die Schule, und nicht nur hier das Ratsgymnasium, ist etwas, was sich weiterentwickeln muss.
RATSIA: Wie lange sind Sie jetzt schon Lehrer?
Pocha: Ich bin seit 1980 hauptamtlicher Lehrer. Meine Ausbildung war Ende der 70- er Jahre, aber offiziell seit Sommer 1980.
RATSIA: An welchen Schulen haben Sie gearbeitet, bevor Sie an unsere kamen?
Pocha: Ich komme aus Bochum und habe da im Referendariat in Wattenscheid gearbeitet, habe zwischendurch dann nach dem Examen für ein paar Wochen an einer Vertretungsstelle in Bochum am Gymnasium am Ostring unterrichtet. Dann bin ich 1980 zum Heisenberg- Gymnasium gekommen.
RATSIA: Wollten Sie früher immer Lehrer werden, oder hatten Sie noch einen anderen Traumberuf?
Pocha: So viele andere Berufswünsche hatte ich nicht, glaube ich. Das ist schon etwas länger her, da muss ich mich erst einmal erinnern. Aber ich meine, dass Lehrer mein eigentlicher Berufswunsch war. An Traumberuf habe ich da nicht gedacht, aber ich wollte schon immer Sprachen unterrichten und in der Schule arbeiten.
RATSIA: Waren Sie früher, in Ihrer Schulzeit ein guter Schüler oder gab es da Mal eine schlechtere Zensur auf dem Zeugnis?
Pocha: Nein, die Zeugnisse waren eigentlich immer ganz gut. Die kann ich auch heute noch vorzeigen, zum Beispiel meinen Kindern.
RATSIA: Und Ihr Verhalten gegenüber den Lehrern?
Haben Sie ab und zu einen Streich gespielt?
Pocha: Wir waren damals auf einer Jungenschule und da war der Umgangston schon etwas härter und rauer und dann wurde schon Mal der eine oder andere Streich gespielt. Wenn man sich daran erinnert, sind die Schüler heute zum Glück etwas braver.
RATSIA: Können Sie sich an irgendwelche schönen Momente erinnern, in Ihrer Lehrerzeit?
Pocha: Ja, da erinnere ich mich ganz bestimmt an ganz viele schöne Momente. Ich hatte drüben am Heisenberg-Gymnasium nette Klassen, mit denen es wirklich eine Freude war zu arbeiten. Ich habe auch einmal bei der Fremdsprachenolympiade mit einer Gruppe teilgenommen und da haben wir einen Preis gewonnen, das war auch etwas Schönes.
Der Abschied, den mir auch manche Klassen am Heisenberg-Gymnasium bereitet haben, so traurig er eigentlich war, das war ein netter Moment. Die Erfolge, die positiven Momente sind eigentlich mit der Zeit immer mehr geworden. Das finde ich erfreulich.
RATSIA: Die nettesten Ereignisse stehen Ihnen aber noch bevor. Wir sind nämlich alle überzeugt, dass Sie eine unvergessliche und schöne Zeit mit den Schülern und dem Lehrerkollegium hier am Ratsgymnasium verbringen werden.
I.S.
* Tommy Remengesau ist seit 2001 als Präsident von Palau (Inselstaat im Pazifischen Ozean) gewählt worden.
© Städt. Ratsgymnasium Gladbeck