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Einblick in den Beruf Bankkaufmann/-frau




Dirk Johann ist seit nunmehr 34 Jahren bei der Stadtsparkasse Gladbeck beschäftigt. Heute ist er der Leiter der Personalabteilung. Die RATSIA hat ihn interviewt und einen Einblick in den Beruf des/der Bankkaufmannes/-frau bekommen.

RATSIA : Sie sind der Personalchef der Sparkasse Gladbeck.
Welche Tätigkeiten umfasst ihr Aufgabenbereich?

D. Johann: Als Leiter der Personalabteilung bin ich dafür verantwortlich, dass der Sparkasse Gladbeck immer das nötige Personal - mit den im jeweiligen Aufgabengebiet erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten - zur Verfügung steht. Hierzu gehört die Auswahl und Einstellung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und somit natürlich auch der Auszubildenden. Schwerpunkt meiner Aufgaben ist die Personalentwicklung. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für jedes Kreditinstitut eine wesentliche Voraussetzung um im harten Wettbewerb erfolgreich zu sein. Eine zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung des Personals ist daher besonders wichtig. Aber ich bin auch dafür verantwortlich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Gladbeck regelmäßig ihr Gehalt bekommen.

Selbstverständlich mache ich das nicht alles alleine. Bei meiner Arbeit werde ich von zwei Kolleginnen tatkräftig unterstützt.

RATSIA : Warum haben Sie sich entschieden bei der Sparkasse eine Ausbildung zu beginnen?

D. Johann: Wenn man nicht soooo handwerklich geschickt oder technisch begabt ist, fällt der Blick schnell auf einen kaufmännischen Ausbildungsberuf. Will man dabei nicht nur trockene Büroarbeit erledigen, sondern auch Umgang mit vielen unterschiedlichen Menschen pflegen, gelangt man sehr schnell zum Berufsbild der Bankkauffrau bzw. des Bankkaufmannes. Da die Sparkasse Gladbeck bereits vor 34 Jahren für ihre gute Ausbildung bekannt war, ist mir die Entscheidung nicht schwer gefallen.

RATSIA : Wenn man sich für den Beruf Bankkaufmann/ -frau
entscheidet, wie lange würde die Ausbildung
dauern?

D. Johann: Die Ausbildungszeit beträgt normalerweise 3 Jahre und kann bei allgemeiner Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife verkürzt werden. In der Regel dauert die Ausbildung bei der Sparkasse Gladbeck daher 2 1/2 Jahre.

RATSIA : Welche Vorraussetzungen bzw. Fähigkeiten werden von einem Auszubildenden gefordert?

D. Johann: Ganz wichtig sind Freude am Umgang mit anderen Menschen und Spaß am aktiven Verkauf von Finanzprodukten. Hierzu gehört ein hohes Maß an Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit. Wenn man eher der stille in sich gekehrte Typ ist, sollte man sich überlegen, ob Bankkauffrau/-mann der richtige Beruf ist. Ein guter Schulabschluss und eine gute Allgemeinbildung runden das Anforderungsprofil ab.

RATSIA : Welche beruflichen Möglichkeiten bieten sich nach Beendigung der Ausbildung?

D. Johann: Die meisten jungen Kolleginnen und Kollegen arbeiten nach Beendigung ihrer Ausbildung in kundenorientierten Bereichen. Betreuung und Beratung unserer Kunden ist dabei der Aufgabenschwerpunkt.
Die Sparkassenorganisation bietet zahlreiche Möglichkeiten zusätzliche Qualifikationen zu erwerben, um sich beruflich weiter zu entwickeln und höherwertige, anspruchsvolle Aufgaben zu übernehmen. Der Weg führt über Studiengänge wie z. B. zum/zur Sparkassenfachwirt/-in, Sparkassenbetriebswirt/-in oder dipl. Sparkassenbetriebswirt/-in.
Darüber hinaus kann man an der sparkasseneigenen Hochschule Bachelor- und Masterabschlüsse erwerben.

RATSIA : Was verdient man als Auszubildender bzw. nach Beendigung der Ausbildung?

D. Johann: Auszubildende verdienen im 1. Ausbildungsjahr mtl. 736,15 Euro. Die Ausbildungsvergütung steigt im 2. Ausbildungsjahr auf mtl. 780,93 Euro und im 3. Ausbildungsjahr auf 843,06 Euro.
Nach der Ausbildung liegt das mtl. Bruttoentgelt bei ca. 1.800,-- Euro. Bereits nach einem Jahr erhöht es sich auf ca. 2.000,-- Euro.

NM